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FAQ

Verwendung
von Betonstahl

 

 

 

Darf verrosteter Betonrippenstahl verwendet werden?

Verschmutzung von Betonstahl?

Sind mechanische Beschädigungen gefährlich?

Was geschieht wenn Betonrippenstahl einer stärkeren
Wärmebeanspruchung ausgesetzt wird?


Was hat örtlich begrenzte, kurzzeitige Erhitzung der
Betonrippenstäbe für Folgen?


Was sagt die Oberfläche der Betonstähle aus?

Wie sehen die Walzkennzeichen aus und was ist daraus
erkennbar?

Darf verrosteter Betonrippenstahl verwendet werden?

Normaler Rost wie er bei einer bis 1jährigen Lagerung im Freien normalerweise entsteht, hat keinen nachteiligen Einfluss auf die Verwendbarkeit. Die Haftfestigkeit der Stäbe im Beton wird sogar durch die größere Rauhigkeit erhöht und es entsteht noch kein nachteiliger Einfluss auf die Tragfähigkeit der Stäbe. Starker Blattrost muss aber entfernt und es muss geprüft werden, ob der erforderliche Querschnitt und die Höhe der Schrägrippen noch vorhanden sind.

Verschmutzung von Betonstahl?

Durch Erde oder ähnlich verschmutzter Betonrippenstahl muss gereinigt werden (Druckwasser). Fettiger Stahl oder flächenhaft mit Farbe verunreinigter Stahl darf nicht oder erst nach gründlicher Reinigung verwendet werden.

Sind mechanische Beschädigungen gefährlich?

Kerben durch Schlagbeanspruchung, Verquetschungen und Abschürfungen durch Schleifen über scharfe Kanten können zu Mikrorissen an der Stahloberfläche und damit zu starker Beeinträchtigung der Zug- und Biegefähigkeit führen.

Was geschieht wenn Betonrippenstahl einer stärkeren Wärmebeanspruchung ausgesetzt wird?

Stärkere Wärmeeinwirkung auf Betonrippenstahl zB durch Flammen eines Schweiß- oder Schneidebrenners kann zu einer Entfestigung des Materials führen. Die Vergütung durch Walzhitze oder der Kaltverfestigung wird dadurch teilweise oder ganz rückgängig gemacht.

Was hat örtlich begrenzte, kurzzeitige Erhitzung der Betonrippenstäbe für Folgen?

Kurzzeitige Erhitzung der Stäbe wie Schmorstellen und Einbrandkerben, wie sie zB bei unvorsichtigem hantieren mit Elektroschweißgeräten erfolgen können, führen zu schweren Schäden durch Kerbwirkung sowie durch örtliche Aufhärtung infolge kurzzeitiger, örtlich begrenzter Stabstellen bis auf Schmelztemperatur und nachfolgender rascher Abkühlung durch das umgebende Material. Die Folge: Kerben und Aufhärtungen bis zur Glashärte sowie Mikrorisse. Stäbe mit derartigen Schäden müssen ausgetauscht oder fachmännisch von geprüften Betonstahlschweißern saniert werden.

Was sagt die Oberfläche der Betonstähle aus?

Betonrippenstahl mit zwei gegenläufig geneigten Schrägrippenscharen ist fast immer warmgewalztes, walzhitzevergütetes Material. Es könnte auch kaltgereckter Stahl sein. Betonrippenstahl mit drei Schrägrippenscharen ist kaltgeformter Rippenstahl mit meist geringerer Gleichmaßdehnung.

Wie sehen die Walzkennzeichen aus und was ist daraus erkennbar?

Die Kennzeichnung erfolgt bei warmgewalztem Material durch zwischengeschaltete Kennrippen zwischen den normalen Schrägrippen. Bei kaltgeformtem Material werden die Kennrippen verstärkt ausgeführt.

Das Güte- und Landeskennzeichen gibt an, ob es sich um österreichisches oder ausländisches Material handelt. Bei walzhitzevergütetem Material bedeutet ein leeres Feld zwischen den Feldern mit zwischengeschalteten Kennrippen Österreich. Zwei leere Felder zwischen den Feldern mit zwischengeschalteten Kennrippen bedeutet ausländische Herkunft. Bei kaltgeformtem Material bedeutet eine normale Schrägrippe zwischen den verstärkten Kennrippen Österreich. Zwei normale Schrägrippen zwischen den verstärkten Kennrippen bedeuten ausländisches Material. Die Güte wird durch die Anzahl der Kennrippen angezeigt. Beispiel für BST 550: Zwei Kennrippen, ein oder zwei normale Schrägrippen oder normale Felder (Landeskennzeichen) und anschließend wieder zwei Kennrippen.

Das Herstellerkennzeichen ist in ähnlicher Weise gestaltet und zeigt den Anfang durch eine Kennrippe, ein leeres Feld oder eine normale Schrägrippe und eine Kennrippe an. Darauf folgt die Werksnummer mit 1-12 leeren Feldern oder normalen Schrägrippen. Für die Werksnummern 13- 22 folgt dem Anfang eine zweite Kennrippe, ein leeres Feld oder eine normale Schrägrippe und eine weitere Kennrippe als Abgrenzung der Zehnerstelle. Daran folgen 3-12 leere Felder oder normale Schrägrippen und eine Kennrippe. Bei höheren Werksnummern wird die Zehnerstelle durch zwei für 20; 3 für 30 usw. leere Felder oder normale Schrägrippen angezeigt.